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40 JAHRE OLKA-FUßBALL

(in Worte gefasst von Willi Dag, einem der "Väter" des Sportrings Oberlangkampfen)

Dag Willi
+ 17.02.2007 


Der OLKA-Fußball hat einen klingenden Namen. Zugegeben, sein guter Ruf stammt aus den 80er Jahren, als sich der kleine SRO hinaufkämpfte in die höchste Spielklasse des Landes. War dieser Höhenflug auch nur von kurzer Dauer, so bewies die OLKA-Mannschaft doch eindrucksvoll Jahr für Jahr, dass das Fußballhandwerk in Oberlangkampfen ernst genommen wird. Dennoch ist es auch den OLKArianern nicht  erspart geblieben, hinabsteigen zu müssen in die untersten Etagen des Ligengebäudes.

Aber beginnen wir von vorne, werfen wir einen Blick auf die Chronologie des OLKA-Fußballs.

Als der Sportring Oberlangkampfen in den späten Augusttagen im Jahr 1965 gegründet und am 11.11.1965 offiziell bei der Bezirkshauptmannschaft Kufstein als Verein gemeldet wurde, spielten OLKA-Kicker im wahrsten Sinne des Wortes einen Wald- u. Wiesen-Fußball. In einer "wilden" Liga, unbescheiden "ALPENLIGA" getauft, wurde auf einigermaßen ebenen Wiesen im Missfallen der Ernteeinbuße befürchtenden Bauern mit ausrangierten, geliehenen Dressen und mit wenig feiner Klinge Kampfmannschaftsfußball im wahrsten Sinne des Wortes betrieben.

 

 

Der stolze Alpenliga-Meister 1969 bereits im eigenen Dress

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Wilfried Neupert, Pletzer Georg, Herbert Miess, Pepi Madreiter, Bruno Innerhofer, Josef Egger, Schiedsrichter Anton Herovitsch
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Willi Dag, Hans Gratt, Gottfried Hausberger, Rüdiger Kitzbichler, Georg Manzl, Michael Gasteiger, Franz Mittersteiner

 

1970 dünkte man sich stark genug, um an der offiziellen Meisterschaft des Tiroler Fußballverbandes teilzunehmen. Die erste offizielle OLKA-Mannschaft vor dem ersten großen Derby gegen des SV Langkampfen im Oktober 1970.

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Willi Dag, Herbert Mathes, Franz Bliem, Hans Gratt, Kapitän Josef Egger, Gottfried Hausberger, Ludwig Gögl
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Georg Pletzer, Franz Kapl, Rüdiger Kitzbichler, Josef Madreiter, Wilfried Neupert

 

1974 errangen die Blau-Weißen den Meistertitel vor dem FC Bruckhäusl und stiegen in die 1.Klasse auf. Die OLKA-Truppe, eben "erstklassig" geworden (September 1974).

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Trainer Karl Datinger, Franz Egger, Herbert Miess, Josef Egger, Sebastian Pöck, Wilfried Neupert, Karl Kerbl, Franz Kapl, Brückenwirt Jakob Feichtner
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Franz Bliem, Georg Pletzer, Hans Gratt, Josef Gratt, Wolfgang Egger, Walter Rupprechter

 

Bereits 3 Jahre später, 1977, schaffte Oberlangkampfen den neuerlichen Aufstieg. Ein bisschen glücklich zwar, denn als Zweitplatzierter hinter dem FC Kitzbühel und hauchknapp vor dem FC Söll gehörte der SR OLKA der Gebietsliga an. Die damalige erste Gebietsliga-Mannschaft.

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Karl Kerbl, Franz Hager, Kapitän Josef Madreiter, Wolfgang Gratt, Hans Kuen, Walter Rupprechter
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Egon Mitterer, Manfred Hochstöger, Georg Pletzer, Josef Gratt, Peter Hausberger, Robert Werlberger, Peter Kupfner


In dieser Liga wehte unseren Burschen ein ziemlich scharfer Wind um die Ohren, aber der unvergessene Trainer Kapl ließ kein Zittern aufkommen. Mit unterschiedlichem Erfolg rackerte man sich 6 Jahre durch die Gebietsliga, bis dann ziemlich in Bedrängnis - der "Fußballmessias" in Oberlangkampfen eingriff. Fred Schweinsteiger übernahm nicht nur die Trainerfunktion, sondern tat allen Beteiligten die Augen auf in Richtung eines modernen Kampffußballs und gewann im Sturm die Fußballherzen. Im denkwürdigen Spiel am 12. Juni 1983 besiegte der Sportring im Oberlangkampfner Erlenaustadion den FC Bruckhäusl mit 4:1 und stieg als Meister der Gebietsliga Ost in die neu gegründete Landesliga auf. Gefeiert wurde dieser Erfolg wie ein Champions-League-Sieg, lang und ausgiebig.. 

 

 

Meistermannschaft der Gebietsliga Ost 1983

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Trainer Fred Schweinsteiger, Gerhard Mitterer, Hans Kuen, Richard Hotter, Josef Gratt, Hans Berger, Egon Mitterer, Peter Hausberger, Werner Spöck
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Herbert Miess, Wolfgang Gratt, Anton Hausberger, Robert Werlberger, Fred Kupfner, Simon Karrer, Georg Pletzer

 

So überschäumend der Aufstieg gefeiert wurde, so triumphal marschierte das unveränderte "Schweinsteiger Wunderteam" durch das Landesliga-Jahr. Mit dem 2:1-Sieg über den SV Fritzens stand der SR OLKA bereits drei Runden vor Schluss als neuerlicher Meister fest.

 


Der souveräne Meister der Landesliga Ost 1984 

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Trainer Fred Schweinsteiger, Werner Spöck, Kapitän Egon Mitterer, Manfred Fuchs, Richard Hotter, Robert Werlberger
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Josef Gratt, Fred Kupfner, Peter Hausberger, Anton Hausberger, Simon Karrer, Wolfgang Gratt


Mit dem sensationellen Aufstieg in die Tiroler Liga ist die Abkürzung "OLKA" nicht nur zu einem landesweiten Qualitätsbegriff geworden, die stramme Truppe des kleinen Dorfvereins hatte damit auch ihren Zenit erreicht. Gelang es im 1. Tiroler-Liga-Jahr recht beachtlich mitzuhalten (7. Tabellenplatz), so musste man im Spieljahr 85/86 die bittere Erfahrung machen, dass ein noch so gut zusammengespielter Kader in der höchsten Spielklasse des Bundeslandes  nicht reüssieren kann, wenn er zu klein ist. Verstärkungen von auswärts anzuheuern war weder Vereinsideologie, noch viel weniger wirtschaftlich möglich, und mit den eigenen Nachwuchsspielern war in der Tiroler Liga nichts zu gewinnen. Mit einem 0:4 Auswärtssieg am 14. Juni 1986 in Landeck verabschiedete man sich mit Anstand aus der Liga. Der Abstieg rüttelt kräftiger als befürchtet an den Nerven der Erfolgsverwöhnten. Ein Großteil der vielen Jahre dienenden Haudegen machte Nachrückenden, denen die Erfahrung auf glattem Fußballparkett fehlte, Platz. 1988/89 hieß es noch einmal einen Stock tiefer. 12 Jahre (1988/89 bis 2000/01) fochten wir mit wechselndem Erfolg wieder in der Gebietsliga Ost. Zweimal, in den Meisterschaftsjahren 1997/98 sowie 1998/99 schielten wir nach der Meisterkrone. Die beste Platzierung erreichte die OLKA-Mannschaft 1998 mit ihrem damaligen Trainer Reinhard Vinciguerra als Vizemeister hinter der Talentschmiede Wörgl II. 

 


Die OLKA-Truppe als Vizemeister der Gebietsliga Ost 97/98


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Sektionsleiter Erwin Kreutner, Trainer Reinhard Vinciguerra, Hans-Peter Ostermann, Werner Spöck, Martin Lella, Markus Widschwenter, Florian Adamski,
Helmut Spitzenstätter, Gerhard Ertl
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Markus Hintner, Georg Eder, Andreas Deutsch, Gottlieb Ostermann, Kapitän Simon Karrer, Gerhard Thaler, Alexander Bosin


Einige Jahre zuvor freilich ging in der Oberlangkampfner Innau das Abstiegsgespenst um, dreimal (1990/91, 1993/94, 1995/96) stand in der Abschlussbilanz der 10. Tabellenplatz zu Buche. 2000/01, genau 30 Jahre nach dem Eintritt in die offizielle Tiroler Fußballszenerie, war das blau-weiße Schicksalsjahr. Durch das Abstiegsdomino von oben mussten die beiden Letztplatzierten der Gebietsliga Ost hinabsteigen in die "Klassengesellschaft". Zwar wehrte man sich im OLKA-Lager mit heroischem Mut. Für die Frühjahrsmeisterschaft 2001 wurde mit Peter Zacher, ein Ex-Profi der deutschen Bundesliga, ein äußerst engagierter Trainer verpflichtet. Bis zuletzt war man zuversichtlich, das Ziel "Klassenerhalt" zu schaffen. Das Nebeldrama in Weerberg und das unglückliche Match gegen Walchsee in den Junitagen 2001 wären beide vom aufopfernd kämpfenden OLKA-Aufgebot unter weniger dramatischen Umständen unbedingt und sicher zu gewinnen gewesen. Nicht am Willen, nicht an der Moral, - sondern am Erwartungsdruck, an der Verantwortungsbelastung scheiterte in der Schlussphase die letzte OLKA-Gebietsliga-Mannschaft.

Abstiege sind immer mit Imageverlust und Substanzbeschädigung verbunden. Es zeugt von Professionalität der Sektionsleitung, dass sie geschlossen sinnvolle Zukunftsaktivitäten setzte. Es zeugt von einer festgewachsenen Verwurzelung des Vereins bei der heimischen Bevölkerung, dass sie von geringen Ausnahmen abgesehen, "ihrem" SRO auch weiterhin unterstützend die Treue hielt. Die Kampfmannschaft selbst löste sich zwar nicht auf, aber für einige Leistungsträger war der Abstieg mit ihren sportlichen Ambitionen nicht zu vereinen, und sie wechselten die Vereinsfarben. So lautete das Motto: Spielen wir mit möglichst vielen eigenen Nachwuchskickern weiter! Werner Haberls B-Mannschaft, zweifacher Meister ihrer Gruppe, bot sich als Fundgrube an. Mit einer stark verjüngten Mannschaft und der "OLKA-Legende" Egon Mitterer als Trainer startete man 2001 in die 1. Klasse Ost und musste erkennen, dass die Trauben hoch hingen. Doch je besser sich die Youngsters mit dem rauen Kampfmannschaftsfußball zurechtfanden, desto zahlreicher wurden die Erfolgserlebnisse. 

Die Frühjahrsmeisterschaft 2002 zeigte den Verantwortlichen, vor allem aber den "Kampfmannschaftsneulingen" selbst, dass sie spielerisch und taktisch mit den "robusten" 1. Klasse-Fußballern durchaus mithalten konnten. Der Mittelfeldplatz (7. Tabellenrang) am Ende des ersten Lernjahres ließ für die Zukunft hoffen. Und es waren in der Tat keine dreisten Versprechungen. Das Spieljahr 2002/2003 verlief vom Start weg für Egons Jungteam, verstärkt durch drei Zugänge, sehr erfolgreich. Lediglich der Spielgemeinschaft Brixlegg/Rattenberg musste man den Vortritt lassen. Aber durch den außerordentlich beflügelnden TFV-Beschluss (ZWEI Aufsteiger und ZWEI Absteiger) schaffte die OLKA-Truppe als Vizemeister den Wiederaufstieg in die Gebietsliga.
 

 

 

Gebietsliga-Aufsteiger als Vizemeister der 1. Klasse Ost 2003

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Sekt.-Ltr. Wolfgang Gratt, Obmann Franz Hager, Hintner M., Ertl G., Haberl W., Gaun O., Widschwenter M., Mitterer E., Straif M., Sarkletti W., Lettenbichler M.,
Co-Trainer Sepp Weilnhammer, Trainer Egon Mitterer
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Heel M., Ascher M., Aufhammer R., Egger Ch., Innerhofer R., Pletzer M., Haidacher F., Ortner M., Schnellrieder J.
Nicht auf dem Bild: Deutsch A.

 

Nach zwei Jahren also ist der SR OLKA dem Fußball-Unterhaus entronnen. In der auf 14 Vereine aufgestockten Gebietsliga Ost heißt es nun für die junge Mannschaft Farbe bekennen. Bewusst hat man auf jeglichen auswärtigen Zuwachs verzichtet. Das Vertrauen haben die Jungkicker jedenfalls in den ersten Runden keinesfalls enttäuscht, und wenn der dünne Kader vom Verletzungspech verschont bleibt, sollte dieser OLKA-Mannschaft die Ligazugehörigkeit gesichert sein. (WD)

GE:
Die Saison 2004/05 begann recht vielversprechend mit einem unerwarteten 6:2-Sieg in Aschau. Sofort wurden von einigen die Ziele neu überdacht und ein Platz auf dem Stockerl ins Auge gefasst. Doch bereits eine Woche später holte die SPG Hopfgarten/Itter, die diese Liga dominieren sollte, die Träumer im OLKA-Lager auf den Boden der Tatsachen zurück. Es folgten ernüchternde Wochen mit insgesamt 5 Niederlagen, 6 Unentschieden und nur 2 Siegen bis zur Winterpause. Oft fehlte das Quäntchen Glück, oft war es auch eigenes Unvermögen, den einen oder anderen zusätzlichen Punkt zu holen. Auch die Rückrunde begann mit einem 3:5 erneut gegen den späteren Meister Hopfgarten denkbar schlecht. Aber die Truppe war in sich gewachsen, steckte das weg und legte eine unglaubliche Serie hin. Mit 6 Siegen, 5 Remis und nur 1 Niederlage kämpfte sich unsere Truppe mit dem in zwischenzeitliche Kritik geratenem Trainer Egon Mitterer vom 12. auf den 8. Tabellenplatz. Glanzpunkt war das 12:0 (höchster Sieg des SR OLKA in einem Meisterschaftsspiel) gegen Rum/IAC II.
Die Torschützen: Martin Lettenbichler (3), Robert Aufhammer (2), Martin Adamer (2), Andreas Deutsch, Günter Spöck, Egon Mitterer jun., Markus Widschwenter, Gerhard Ertl.

Machten den höchsten Sieg einer OLKA-Kampfmannschaft
in einem Meisterschaftsspiel perfekt:

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Michael Straif, Sebastian Adensam, Martin Pletzer, Martin Lettenbichler, Markus Ascher, Markus Widschwenter, Egon Mitterer jun., Gerhard Ertl, Christian Egger,
Günter Spöck, Trainer Egon Mitterer
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Martin Adamer, Michael Ortner, Franz Haidacher, Sebastian Maier, Stefan Plattner, Andreas Deutsch, Robert Aufhammer, Betreuer Sepp Weilnhammer

 

2005/2006 startete der Kader fast unverändert voller Tatendrang in die neue Saison. Der SR OLKA knüpfte mit viel Elan dort an, wo man Ende der vergangenen Saison aufgehört hatte und überwinterte mit 4 Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz als Tabellenvierter. Zwischenzeitlich sonnte man sich auch über einige Wochen an der Tabellenspitze.

Und das, obwohl unser Team die gesamte Vorrunde (außer St. Ulrich) auswärts antreten musste, weil OLKA's Fußballplatz vom "Jahrhunderthochwasser" des Inns im August 2005 völlig zerstört wurde. Der Sportplatz samt Vereinslokal, Keller standen komplett - und Wohnungen/Häuser in großen Teilen Oberlangkampfens (Innschleife) bis zu einem Meter hoch unter Wasser. Durch fast 20 cm Schlick und Innsand auf und um den Platz war es für Monate nicht möglich, Heimspiele auszutragen. Die Hilfsbereitschaft der umliegenden Vereine, (u.a. schickte der SV Walchsee eine Arbeitstruppe) aber auch aus ganz Tirol war enorm. VIELEN DANK noch einmal an dieser Stelle!!!

Das Ausmaß der Katastrophe rund um den Sportplatz des SR Oberlangkampfen

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Die Rückrunde im Frühjahr 2006 war alles andere als das, was man sich nach der erfolgreichen Herbstrunde erwarten durfte. Mit nur drei Siegen aus 11 Spielen (davon 10 Heimspiele) wurde unser Team bis auf den 8. Rang durchgereicht. Das hatte nichts damit zu tun, dass einige Spiele auf dem Platz des SVL ausgetragen werden mussten, weil unser Rasen sich vom Hochwasser und dem letzten Pfingstturnier noch nicht erholt hatte. DANKE auch hier noch einmal an den SV Langkampfen, der uns in dieser Situation hilfreich zur Seite stand.

Neben der Tatsache, dass sich einige Spieler scheinbar nicht bewusst waren, was in diesem Jahr möglich gewesen wäre, trug auch Verletzungspech in unüblichem Maße dazu bei, dass OLKA eine mehr als unzufriedenstellende Rückrunde gespielt hatte. Trainer Mitterer musste 30 (!) verschiedene Spieler für die 1. nominieren. Kein Nachteil ohne Vorteil: Die Gegebenheiten führten zwangsläufig dazu, dass immer mehr Nachwuchskicker Kampfmannschaftsluft schnupperten. So standen neben den etablierten "Jungen" immer öfter die Namen einiger Fußballfohlen auf den Spielberichtsbogen. Aber das war bzw. ist sowieso der Weg, den der SR Oberlangkampfen langfristig für die Zukunft eingeschlagen hatte. Meister wurde in dieser Saison der SV Niederndorf, punktgleich mit dem SV Walchsee, die beide in die Landesliga aufstiegen.


Trainerwechsel im Herbst 2006
Die neue Saison 2006/2007 begann leider so, wie die alte aufgehört hatte. Es fehlte der Biss und die Motivation im Team, um zumindest im Mittelfeld der Gebietsliga mitreden zu können. Nach einer 1:5-Klatsche im letzten Herbstrundenmatch gegen den späteren Aufsteiger SV Brixen und dem damit verbundenen 12. Tabellenplatz, der am Ende den Abstieg in die neu gegründete Bezirksliga bedeutet hätte, rumorte es im Lager des SRO. Letztendlich räumte der langjährige OLKA-Trainer Egon Mitterer auf eigenen Wunsch seinen Platz, um vielleicht einen Umkehrschwung im Team herbeizuführen. Und tatsächlich: Der neue Coach Erich Kronbichler aus Ebbs hauchte der Mannschaft wieder neues Leben ein und man sammelte wie die Eichhörnchen Punkt für Punkt gegen den Abstieg. Bei der Schlussabrechung stand OLKA zwar auch nur auf Rang 11, allerdings 7 Punkte vor einem Abstiegsplatz.

Trainer Erich Kronbichler setzte sich und seiner Elf das Ziel für die Saison 2007/2008 in Anbetracht des vergangenen Fußball-Jahres recht hoch an. Ein Platz unter den ersten 5 war das Minimum, Platz 3 oder sogar ein Aufstiegsplatz war das Wunschergebnis. Kaum einer hätte es dem SRO zugetraut, aber nach der Vorrunde im Herbst stand OLKA tatsächlich auf dem 3. Tabellenrang! Erheblichen Anteil daran hatte neben Torjäger Robert Aufhammer - der seinen 3. Frühling erlebte, - auch die spielerische Integration unserer zwei Bulgaren-Kicker Hristo Illiev und Stanimir Dyulgyarski. Beide "Legionäre" holte Obmann Franz Hager in Eigenregie durch geschäftliche Verbindungen nach Oberlangkampfen. Mit Hristo als "Wirbler" in fremden Strafräumen und Stani als (ohne Übertreibung) besten Libero der Liga zeigte die gesamte Truppe um den weiteren Neuzugang aus Kufstein und OLKA-Heimkehrer Markus Pletzer, wozu sie fähig ist. Hätte man im einen oder anderen Spiel nicht in der Nachspielzeit noch Gegentreffer hinnehmen müssen, wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Der Start im Frühjahr war alles andere als zufriedenstellend und kostete uns wertvolle Punkte, um weiter vorne mit zu mischen. 5 Unentschieden und 2 Niederlagen aus den ersten 7 Spielen - damit hatten sich alle geheimen Hoffnungen und Wünsche bzgl. Landesliga wieder erledigt. Erst im 8. Spiel, ausgerechnet im Derby gegen den SVL gelang der erste Sieg im Jahr 2008. Unserem Ortsnachbarn kostete u.a. diese Niederlage den Ligaverbleib. Denn am Ende fehlte dem SVL exakt ein einziger Punkt. Neben Langkampfen musste auch Kössen und Breitenbach in die vor einem Jahr neu gegründete Bezirksliga absteigen. Nach oben in die LL Ost verabschiedeten sich Zell am Ziller und überraschend auch Bruckhäusl. Überraschend, weil Niederndorf die Liga im Herbst neben Zell dominiert hatte. Durch einen Totaleinbruch im Frühjahr landete der SVN am Ende nur auf Rang 6. OLKA beendete die Saison als Fünfter. Dass es nicht zu mehr gereicht hat, muss man in erster Linie dem Langzeit-Ausfall von Torjäger Robert Aufhammer verantwortlich machen, der nicht zu kompensieren war. Der Goalgetter führte nach der Herbstrunde die Torjägerliste der GB Ost mit 14 Treffern an. Erst mit seiner Genesung fand der SRO in den letzten Spielen wieder zu alter Stärke zurück. Dennoch - das zum Saisonstart ausgegebene Minimal-Ziel wurde erreicht. 

2008/2009 setzte man sich zu Saisonbeginn keine utopischen Ziele. Der alte und neue Trainer Erich Kronbichler setzte allerdings voraus, dass man mit dem Abstieg in keinster Weise zu tun hat und hätte es als Erfolg betrachtet, wenn man unter den ersten Fünf der Liga landen würde. Dass dieses Ziel mit Platz 2 nach der Herbstrunde locker erreicht wurde, überraschte wohl nicht nur die eingefleischten OLKA-Fans. Der zurückgekehrte Sturmtank Martin Adamer (ansonsten blieb das Team zur Vorsaison fast unverändert) trug sein Scherflein dazu bei. Als sich über den Winter diverse KM-Spieler wegen Verletzungen, aus beruflichen oder sonstigen Gründen beim Trainer "abmeldeten", befürchtete man schon den Absturz ins Mittelfeld. Doch durch die Integration einiger junger Kicker sowie der Tatsache, dass es bei dem einen oder anderen "Ausfall" dann doch irgendwie gegangen ist, setzte neben der Motivation angesichts des greifbar nahen Möglichkeit zum Aufstieg in die Landesliga zusätzliche Kräfte frei. Zwar verlor OLKA im vorletzten Spiel beim direkten Mitkonkurrenten Stumm mit 1:3, doch mit einem 1:0-Sieg im "Endspiel" daheim gegen Brixlegg/Rattenberg konnte unsere Elf dann in einem spannenden Match doch noch den nicht zu erwartenden, überraschenden und dennoch verdienten Aufstieg in die Landesliga Ost aus eigener Kraft erkämpfen. Als souveräner Meister stieg neben OLKA die WSG Wattens II auf. Nach exakt 20 Jahren ist der Sportring Oberlangkampfen nun wieder in der zweithöchsten Spielklasse in Tirol vertreten. Dort kann für es für die Saison 2009/2010 nur heißen, Punkt um Punkt gegen den Abstieg einzufahren. Egal wo man am Ende dann landen wird, - der SRO ist mitsamt seinen Fans und seinem Umfeld stolz darauf, dass man die Klingen nun eine Ebene höher kreuzen darf. 

 

 

Das "Aufstiegsteam"
Vizemeister der Gebietsliga Ost 2008/2009


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Trainer Erich Kronbichler, Michael Straif, Obmann Franz Hager, Martin Adamer, Daniel Seelaus, Betreuer Christian Feller
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Johann Adamer, Florian Radinger, Oliver Obexer, Michael Ortner, Christian Egger, Stanimir Dyulgyarski, Markus Heel
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Markus Pletzer, Martin Pletzer, Andreas Deutsch, Reinhard Innerhofer, Stefan Radinger, David Krepatz, Robert Aufhammer

 

 

2009/2010 - Landesliga


Der Sportring beendete das „Abenteuer“ Landesliga nach nur einer Saison. Zugegeben, es war von Anfang an kein leichtes Unterfangen, startete man doch mit einer Mannschaft in diese Liga, die von der Quantität und Qualität im Gegensatz zum Aufstiegsjahr Einbußen zu verzeichnen hatte. Verletzungspech und einige denkbar knappe Niederlagen besiegelten schließlich den Abstieg zurück in die Gebietsliga Ost. Mit 18 erzielten Toren aus 26 Spielen ist schon alles gesagt, was erheblich mit dazu beigetragen hat, warum der Klassenerhalt nicht funktionierte. Nichtsdestotrotz hat man in diesem Jahr sicher wieder dazugelernt, junge Spieler wurden integriert und alle Beteiligten durften nach langer Zeit wieder einmal Landesliga-Luft schnuppern. In unserem "Wohnzimmer" - der Gebietsliga Ost - wird der Sportring nun versuchen, zuerst einmal Fuß zu fassen und sich in sicheren Gefilden der Liga zu etablieren. Dafür soll der Kader verstärkt werden. Aber auch an der Seitenlinie wird ab der neuen Saison - um frischen Wind zu bringen - der bisherige Co-Trainer Markus Pletzer das Traineramt von Erich Kronbichler übernehmen.

 

Saison 2010/2011 - Gebietsliga Ost

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Simone Mitterer, Emanuel Stöllinger, Elmas Harun, Daniel Ehrenstrasser, Sebastian Adensam, Mathias Kaindl, David Krepatz, Patrick Haun, Christian Feller, Markus Ascher
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Markus Heel, Dominik Adamoski, Stanimir Dyulgyarski, Christian Elzinger, Oliver Obexer, David Hager, Michael Straif, Markus Scharnagl, Anton Baumgartner, Patrick Rieder, Johann Adamer, Daniel Seelaus, Trainer Markus Pletzer
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Johann Salvenauer, Martin Pletzer, Markus Seiringer, Markus Göhly, Benjamin Salzburger, Reinhard Innerhofer, Stefan Radinger, Matthias Reh, Tiberiu Welker, Martin Thaler, Daniel Perthaler

Der SRO ist nach einem kurzen Ausflug in die Landesliga wieder in sein Wohnzimmer der Gebietsliga Ost zurückgekehrt. Mit dem neuen Trainer Pletzer Markus wollte sich der Sportring in der Gebietsliga etablieren und möglichst wenig mit dem Abstieg zu tun haben.
Mit Ascher Markus wurde ein kreativer Mittelfeldspieler reaktiviert, sowie mit Thaler Martin ein absoluter Vollblutstürmer verpflichtet. Neben diesen beiden wurde auch Baumgartner Anton für das Mittelfeld an die Innschleife geholt. Mit diesen Neuzugängen und der ohnehin schon starken Mannschaft aus der Vorsaison sah man optimistisch der Meisterschaft entgegen. Mit tollen Leistungen zu Beginn der Meisterschaft konnte sich der SRO im oberen Mittelfeld etablieren und war während der gesamten Spielzeit nie schlechter als Siebenter. Zwischenzeitlich konnte man sich sogar auf einem Aufstiegsplatz sonnen. Schlussendlich spielte die Olka Truppe eine tolle Saison und beendet diese auf dem guten 5. Platz. Als einziger Verein konnte man den dominierenden Meister aus Kufstein zwei Mal schlagen. Gemeinsam mit dem FCK 1B stieg der Überraschungsaufsteiger Schwoich in die Landesliga auf.

Nächste Saison wird es einige Umstellungen geben, neben Stani, dem wohl besten Libero der Liga, hängt auch Ascher Markus die Fußballschuhe an den Nagel. Mit Rieser David und Sieberer Stefan kehren zwei waschechte Olkarianer in die Heimat zurück. Begleitet werden sie von Raich Christian. Mit diesen Neuzugängen darf man optimistisch in die Saison 2011/2012 schauen. St. R.